Sonntag, 22. Januar 2017

Theas 1926 - Unheimliche Wesen

 
 

Thea und Karl wollten sich am Sonntag abends mit Frida im Schauspielhaus zu "Gräfin Mariza" treffen. Das Stubenmädchen hatte die Tür bereits geöffnet, da sie Frida schon von weitem gesehen hatte. Frida schaute sich auch auf den letzten Metern ständig ängstlich um und war sichtlich verstört.
Auf Nachfrage des Mädchens kam: "Etwas ist hinter mir her! Ich höre es! Das ist bestimmt von der Séance!" Auch Thea und Karl waren jetzt sehr in Aufregung, da man draußen nichts entdecken konnte. Mit einer Laterne bewaffnet stürmten sie gemeinsam in den kleinen Vorgarten, nachdem man vom Flur aus, in den man sich zurückgezogen hatte, leise Raschelschritte ausgemacht hatte. Nichts. Plötzlich wurden im Hausinneren scheppernd Dinge umgeworfen. Das Mädchen weinte vor Angst. Karl rannte mit den Damen im Gefolge wieder hinein und da sah man, dass Frida wahrhaftig ein Wesen mitgebracht hatte... einen Fuchswelpen, der sich wohl eben über die Treppe hineingeschlichen hatte und sich jetzt ängstlich unter einer Kommode im Flur zu verstecken versuchte. 
Da man sich mit Fuchswelpen nicht auskannte, die Zeit jedoch drängte (man wollte schließlich ins Schauspielhaus), wurde die Nachbarin hinzugerufen, die auf dem Lande groß geworden war. Sie erschien auch gleich samt 8jähriger Tochter und nahm sich der Sache an. In einer Kiste wurde der Fuchswelpe mit nach Hause genommen, da das Kind so bettelte und im Anschluss wie ein Hund lange Jahre als Haustier gehalten.

Die Fuchsgeschichte war mein absoluter Liebling als Kind, denn auch ICH hätte nur zu gerne einen kleinen Fuchs daheim gehabt. Zu uns hat sich jedoch nie einer verlaufen, obwohl (oder vielleicht gerade weil) wir auf dem Land wohnen.

Kommentare:

  1. eine herrliche geschichte! sie erinnert mich daran, dass ich als 11jährige eine maus nach hause geschleppt hatte und in einem hübsch ausgestatteten pappkarton mit mäusebett und schrank im keller versteckt hatte. leider wollte die maus doch lieber an den elterlichen vorräten naschen und knabberte sich durch den karton hindurch. das ende der geschichte war eine mausefalle... ein füchslein wäre auch nicht schlecht gewesen!!
    liebe grüße
    mano

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  2. Meine Güte, bist du fleißig. Was man da alles sieht, wenn man hier mal spazieren geht.
    Außer Haus und Arbeit ist bei mir gerade nichts drin. Aber es wird auch wieder anders.
    Bis bals und liebe Grüße,
    Angelika

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  3. Tolle Collage! Besonders beieindruckt bin ich aber von der Fuchsgeschichte.
    LG Jennifer

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  4. Ich will auch einen HAUSFUCHS!!!!
    Das ist noch besser als ein Schwein an der Leine.
    Annette

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